Der Film mischt spannende Facetten: Betroffene und Fachpersonen erzählen ungeschminkt von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Die Theatergruppe Knotenpunkt aus Zürich vermittelt lebensnahe Situationen eines erkrankten Menschen in seinem sozialen Umfeld. Emotionale Bilder und Musik versuchen dem Zuschauer einen Eindruck davon zu geben, wie sich eine Depression anfühlen könnte … und dennoch bleibt der Schmerz kaum (be)greifbar.

Der Liechtensteiner Regisseur und Produzent Tino Wohlwend erklärt anhand von Interviews mit Betroffenen die Krankheit Depression, wie er sie auch selbst erlebt hat. Die dabei berichteten Parallelen sind verblüffend. Und dennoch bleiben Erfahrungen und Erlebnisse der betroffenen Menschen jeweils eine Geschichte für sich selbst, die sich unterschiedlich stark und in vielfältigen Formen zeigt. Denn Depression kann jede(n) treffen. Depression hat viele Gesichter. Depression ist behandelbar.

Oktober 2018 / Nic Wohlwend: Mein Bruder Tino geht in seinem Film „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ in eindrücklicher Tiefe auf das Thema Burnout und Depression ein. Der Film gibt dem Zuschauer Einblick in die Geschichten und Gedanken der Betroffenen, ähnlich wie beim Durchblicken eines Kaleidoskops in welchem, je nach Drehung und Lage, wechselnde Bilder und Muster erscheinen.

Tino’s letztes Kapitel seiner eigenen Depression endete am 24. September 2018 indem er seinem Leben ein Ende setzte. Mit Tino verlieren wir einen guten Menschen, der sich nicht scheute den Kampf gegen die Krankheit auch öffentlich zu führen, ihn aber letztlich doch verlor.

Depression geht uns alle an, weshalb die website weiter bestehen bleibt. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Films geht an seine beiden hinterbliebenen Töchter.